GORE® Dichtungsband Serie 500

Diese besonders kriechbeständige Dichtung in Bandform aus 100 % ePTFE ermöglicht eine sorgenfreie Abdichtung großer Stahlflansche.

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Produktleitfaden

Dichtungen für industrielle Anwendungen

Produktleitfaden

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Finden Sie heraus, welche GORE® Dichtung zu Ihren Anforderungen passt.

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Alle Infos zu GORE® Dichtungsband Serie 500

Überblick

Eine Spule GORE Dichtungsband Serie 500 liefert eine unmittelbare und kosteneffiziente Lösung für anspruchsvolle Anwendungen, die eine zuverlässige Abdichtung und längere Lebensdauer erfordern. Dieses innovative Produkt steigert mit seiner branchenführenden Kriechbeständigkeit die Prozesseffizienz von Anwendungen mit großen Stahlflanschen – insbesondere dort, wo thermische Zyklen zum Tragen kommen.

Was ist das Besondere an GORE Dichtungsband Serie 500?

Einzigartige Technologie bietet Vorteile gegenüber anderen ePTFE-Dichtungen

Der besondere Herstellungsprozess für das zu 100 % aus expandiertem Polytetrafluorethylen (ePTFE) gefertigte GORE Dichtungsband Serie 500 sorgt für ein äußert zuverlässiges Dichtverhalten, besonders bei großen und unregelmäßig geformten Stahlflanschen.

Die Innenstruktur des GORE Dichtungsbands Serie 500 macht es äußerst beständig gegen Kaltfluss und Kriechen. Tests beweisen, dass die Kriechbeständigkeit des GORE Dichtungsbands Serie 500 fast doppelt so hoch wie die von ePTFE-Bändern anderer Marken ist.

Kriechbeständigkeit - Serie 500

Das Diagramm zeigt die Kriechbeständigkeit gemäß EN 13555 mit einem 15 x 3 mm Band, das zu einem 150 mm Ring mit Schrägschnitt gelegt wurde. Die PQR-Werte wurden mit 30 MPa Einbauflächenpressung bei 150 °C erzielt.

GORE Dichtungsband Serie 500
Hervorragende Dichtigkeit vs. herkömmliche Dichtungen

Hervorragende Formbarkeit und Funktionalität

GORE Dichtungsband Serie 500 ist eine leistungsstarke, individuell anpassbare Dichtung in Bandform – entwickelt von Gore, dem Unternehmen, dass diese Produktkategorie vor 40 Jahren erfunden hat. Es lässt sich jederzeit an eine beliebige Form anpassen. Dabei ist es so einfach handzuhaben und zu montieren, dass selbst bei großen Flanschen nur eine Person für die Installation erforderlich ist.

Das GORE Dichtungsband Serie 500 ist darüber hinaus extrem anpassungsfähig und gleicht auch größere Flanschunebenheiten gut aus. Es bildet eine feste und langlebige Dichtverbindung und ermöglicht so eine Verbesserung der Prozesseffizienz und Betriebssicherheit.

GORE Dichtungsband Serie 500 besteht zu 100 % aus chemisch inertem ePTFE und hält aggressiven chemischen Prozessen dauerhaft stand. Es ist beständig gegen alle Medien (pH 0 – 14), ausgenommen geschmolzene oder gelöste Alkalimetalle sowie elementares Fluor. GORE Dichtungsband Serie 500 eignet sich für den Einsatz in stark basischen, sauren sowie lösungsmittelhaltigen Prozessmedien und bietet eine Universallösung für viele verschiedene Dichtungsanforderungen.

GORE Serie 500
Dichtungsnachweis von Skive Joint

Spart Zeit, Geld und Ärger

GORE Dichtungsband Serie 500 bietet am Einsatzort und auch darüber hinaus erhebliche Vorteile.

Es eliminiert Verzögerungen, Kosten und Schwierigkeiten in Verbindung mit der Herstellung, Spezifikation, Beschaffung, dem Transport, der Lagerung und Montage von herkömmlichen großen Dichtungen.

Die Serie 500 sorgt für eine außergewöhnlich zuverlässige Abdichtung und ermöglicht zugleich eine schnellere, kostengünstigere und einfachere Montage.

Technische Daten

Technische Spezifikationen

Material 100 % multidirektional expandiertes Polytetrafluorethylen (ePTFE).
Dieses Produkt wird mit einer Klebeleiste als Montagehilfe geliefert.
Chemische Beständigkeit Beständig gegen alle Medien (pH 0 – 14), ausgenommen geschmolzene oder gelöste Alkalimetalle sowie elementares Fluor.

 

Einsatzbereich Der maximal anwendbare Druck und die maximale Betriebstemperatur hängen hauptsächlich vom verwendeten Flanschtyp und der Installation ab.
 
  • Typischer Einsatzbereich: -60 °C bis +230 °C; volles industrielles Vakuum(1) bis 40 bar
  • Maximaler Einsatzbereich: -269 °C bis +315 °C; volles Vakuum bis 70 bar


Bei Anwendungen außerhalb des typischen Einsatzbereichs empfiehlt Gore eine anwendungsspezifische Berechnung und besondere Sorgfalt bei der Montage. Ziehen Sie in Betracht, die Schrauben nach dem ersten Temperaturzyklus einmal nachzuziehen, wenn der Flansch auf Umgebungstemperatur abgekühlt ist. Falls weitere Beratung erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an Gore.

Alterungsbeständigkeit ePTFE unterliegt keiner Alterung und kann unbegrenzt gelagert werden. Für eine optimale Haftkraft des Klebers empfehlen wir eine maximale Lagerzeit von 2 Jahren bei normalen(2) Bedingungen.

(1) Absolutdruck von 1 mmHg (Torr) = 133 Pa = 1,33 mbar = 0,019 psi
(2) 21°C und 50 % relative Luftfeuchtigkeit

Verfügbare Größen

GORE Dichtungsband Serie 500 gibt es in zahlreichen Breiten, Dicken und Spulenlängen.

Breite*

10 mm 3/8"
15 mm 1/2"
20 mm 3/4"
25 mm 1"
30 mm 1.25"
40 mm 1.5"
50 mm 2"

* Alle Produkte sind in 3 mm & 6 mm Dicke verfügbar.

Alle Teile sind in metrischen Abmessungen gefertigt

Testergebnisse

Kriechrelaxation

  Testtemperatur Dicke
    3 mm 6 mm
Kriechrelaxation 23 °C 5 % 10 %
169 °C 43 % 54 %

In Anlehnung an die EN 13555 wurde dieser Test mit einer Testplattensteifigkeit von 500 kN/mm bei Mindestflächenpressung mit 30 mm breiten Streifen durchgeführt.

Leckagemessung

  Dicke
  3 mm 6 mm
Mindestflächenpressung, um eine Stickstoffleckagerate von 0,1 mg/(s·m) zu erreichen 19 MPa 23 MPa

Dieser Test wurde mit einem 30 mm breiten Band, das zu einem Ring mit 230 mm Durchmesser gelegt wurde, durchgeführt.

Ausblassicherheit (VDI 2200)

ÜBERBLICK PRÜFVERFAHREN

Die vorliegende VDI-Richtlinie verfolgt das Ziel, die für Dichtverbindungen geltenden Bedingungen auf der Grundlage des erreichten Standes der technischen Entwicklung zu analysieren, zu ordnen sowie unter Hinzuziehung neuer Forschungsergebnisse zu ergänzen und dem Anwender Hinweise zur Auswahl, Auslegung, Gestaltung und Montage von Flanschverbindungen unter besonderer Berücksichtigung der Dichtelemente zu geben." „Die hier dargestellte Prüfung der Ausblassicherheit von Dichtungen in Dichtsystemen mit glatten Flanschen entspricht dem derzeitigen Stand der Prüftechnik […], eine Dichtung allein [erreicht] keine Ausblassicherheit. Diese ist stets abhängig vom Gesamtsystem der Flanschverbindung.

ALLGEMEINER VERSUCHSABLAUF

  1. Einbau der Dichtung mit der Einbauflächenpressung in vier Stufen (25 %, 50 %, 75 % und 100 % der Schraubenkraft durch überkreuz Anziehen). Die Einbauflächenpressung und die Dichtungsdicke sind im Protokoll anzugeben. Die Abhebekraft, verursacht durch den Nenndruck, bezogen auf den mittleren Dichtungsdurchmesser, muss in allen Prüfstufen zusätzlich berücksichtigt werden.
  2. Nach 5 min Nachziehen auf die Einbauflächenpressung.
  3. Aufheizen des Flansches mit 2 K/min im Umluftofen oder mittels innenbeheizter Patronen.
  4. Halten bei Warmlagerungstemperatur mindestens 48 h.
  5. Abkühlen des Flansches auf Raumtemperatur.
  6. Messen der Restflächenpressung.

PRÜFSTUFE 1

Die Prüfung der Ausblassicherheit wird mit Stickstoff bis zum 1,5-fachen Nenndruck durchgeführt. Prüfungen mit höheren Drücken sind, wenn gefordert, zulässig. Der Innendruck ist stufenweise in Fünf-bar-Schritten bis zum oben genannten Druck zu erhöhen. Die Haltezeit pro Druckstufe beträgt mindestens 2 min.

Als Ausblasen wird definiert, wenn innerhalb 5 s ein Druckabfall von Δp ≥ 1 bar· (V0 = Prüfraumvolumen) überschritten wird. Im Prüfprotokoll ist der erreichte Innendruck anzugeben. Ist bis zum maximalen Prüfdruck kein Ausblasen aufgetreten, wird die Prüfung gemäß Prüfstufe 2 weitergeführt.

PRÜFSTUFE 2

Der Innendruck wird abgelassen und die Flächenpressung auf 5 N/mm , unter Berücksichtigung der Abhebekraft durch den Innendruck, reduziert. Abweichungen von der Flächenpressung sind im Prüfbericht anzugeben."

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure e. V.: VDI2200: Dichte Flanschverbindungen: Auswahl, Auslegung, Gestaltung und Montage von verschraubten Flanschverbindungen, Juni 2007, Seite 4
Quelle: ibidem, Seite 64

TESTERGEBNISSE

  Dicke Prüftemperatur Einbauflächenpressung Prüfstufe 1 Prüfstufe 2
VDI 2200 (06-2007) 3,0 mm 230°C 30 MPa Ja, 60 bar Ja, 60 bar

 

Maximale Flächenpressung ("Durchdrücken")

  Testtemperatur Dicke
    3 mm 6 mm
Maximale Flächenpressung Raumtemperatur 170 MPa 160 MPa

In Anlehnung an die EN 13555 wurden diese Tests mit einer 65 x 85 mm Ringdichtung durchgeführt.

Dichtungskennwerte

EN 13555

Die EN 13555 beschreibt das Prüfverfahren für die Bestimmung der Dichtungskennwerte, die für die Berechnungen nach EN 1591-1 eingesetzt werden. Der informative Anhang G liefert einen Leitfaden zur Bestimung der Dichtungskennwerte für Schnur- und Banddichtungen.

Definition der Dichtungskennwerte

PQR Messung der Kriechrelaxation bei einer vordefinierten Temperatur. Hierbei handelt es sich um das Verhältnis zwischen der Einbauflächenpressung und der Restflächenpressung nach Relaxation. Der ideale PQR-Wert ist 1. Je näher der Testwert dem Idealwert kommt, desto geringer ist der Verlust der Flächenpressung.
Qmin(L) Die erforderliche Mindestflächenpressung bei Umgebungstemperatur für eine bestimmte Leckageklasse L im Einbauzustand.
QSmin(L) Die erforderliche Mindestflächenpressung für eine bestimmte Leckageklasse L im Betriebszustand.
QSmax Die maximale Flächenpressung, der die Dichtung zu den angegebenen Temperaturen ausgesetzt werden darf, ohne Beschädigung oder Intrusion in das Rohr. Sie hängt von der Temperatur und von der Dichtungsdicke ab.
EG Die Rückfederung (elastisches Verhalten) einer Dichtung bei Entlastung. Verwandt mit dem Elastizitätsmodul und abhängig von der aufgebrachten Flächenpressung, der Dichtungsdicke und der Temperatur.

 

Überblick zum Prüfverfahren

PQR Die Kriechrelaxation wird bei unterschiedlichen Temperaturen, Einbauflächenpressungen, Dichtungsdicken und Flanschsteifigkeiten gemessen. Die Dichtung wird zuerst einer vordefinierten Flächenpressung ausgesetzt, dann wird die Temperatur erhöht und vier Stunden lang gehalten. Im Anschluss wird die Restflächenpressung gemessen.
Qmin
QSmin
Eine Dichtung wird in vordefinierten Zyklen be- und entlastet, wobei die Leckage konstant gemessen wird. Der Innendruck beträgt normalerweise 40 bar (Testgas: Helium).
QSmax
EG

Die Flächenpressung wird zyklisch erhöht und jeweils auf 1/3 der vorangegangenen Flächenpressung reduziert. Danach wird die Dichtungsdicke gemessen. Der Test wird bei unterschiedlichen Temperaturen wiederholt.

Der EG vWert wird aus den Entlastungszyklen und den Veränderungen der Dichtungsdicke berechnet. Eine plötzliche Abnahme der Dichtungsdicke weist auf Versagen hin. Falls es zu einer plötzlichen Abnahme kommt, wird der Wert der vorherigen Laststufe als QSmax angegeben. Wird kein Versagen der Dichtung beobachtet, kann der maximale Belastungswert des Prüfstandes angegeben werden. Dieser Wert wird dann als anfängliche Flächenpressung in einem PQR-Test verwendet, um den finalen QSmax-Wert bei konstanter Belastung zu verifizieren.

Testergebnisse

Nachfolgend finden Sie die Testergebnisse nach Dichtungsdicke.

m & y

m & y sind Dichtungskennwerte für die Flanschauslegung, wie sie im ASME Boiler and Pressure Vessel Research Code, Division 1 Sektion VIII Anhang 2 beschrieben ist. Zurzeit wird ein neues Prüfverfahren für Leckageraten in Abhängigkeit von y-Flächenpressungen und m-Faktoren für Dichtungen in der ASTM F03 Working Group vorgeschlagen.

Definition der Dichtungskennwerte

Der m-Faktor (maintenance factor) beschreibt die zusätzliche Schraubenvorspannung, die erforderlich ist, um die Mindestflächenpressung einer Dichtung einzuhalten, wenn die Flanschverbindung mit Innendruck beaufschlagt wurde.. 

y ist die erforderliche Mindestflächenpressung (psi), um die Abdichtung im Einbauzustand zu erreichen

  Dicke
  3 mm 6 mm
m 2,5 2,5
y 2.750 psi 3.330 psi

Test mit einem 30 mm breitem Band, gelegt zu einem Ring mit 230 mm Durchmesser.

AD 2000 B7

Es gibt keine spezifischen Teststandards für AD 2000 B 7 Dichtungskennwerte. Die 2015 Ausgabe verweist auf EN 13555 als Prüfnorm(1) und gibt Tabelle 9 aus der VDI 2200(2) als Umrechnungsmethode an. Bitte beachten Sie, dass die VDI 2200 besagt, dass eine Umrechnung aufgrund der unterschiedlichen Messmethoden ungültig ist. „[…] für einen Festigkeits-, Dichtheits- und TA-Luft-Nachweis [können] lediglich die Verfahren nach DIN EN 1591-1 und AD 2000 in Verbindung mit DIN EN 1591-1 sowie FE-Analysen eingesetzt werden."(3)

Gore unterstützt die Verwendung des AD 2000-Merkblatts B7. Die zugehörigen Dichtungskennwerte werden im Folgenden angegeben.

Es gelten folgende Relationen(1):

k0KD ≙ Qmin · bD
k1 ≙ (QSmin / p) · bD since m ≙ (QSmin / p)(4)
k0KDϑ ≙ QSmax · bD

wobei

Qmin Erforderliche Mindestflächenpressung bei Umgebungstemperatur im Einbauzustand (gemäß EN 13555)
QSmin Erforderliche Mindestflächenpressung im Betriebszustand (gemäß EN 13555)
QSmax Die maximale Flächenpressung, der die Dichtung zu den angegebenen Temperaturen ϑ ausgesetzt werden darf (gemäß EN 13555)
bD Dichtungsbreite
p Innendruck des Mediums
k1 AD 2000 B7 Dichtungskennwert für Betriebszustand
k0KD AD 2000 B7 Dichtungskennwert für Dichtungsverformung
k0K AD 2000 B7 Dichtungskennwert für Dichtungsverformung im Betrieb bei Temperatur ϑ

Für GORE Dichtungsband Serie 500 in 3 mm Dicke und einen Innendruck von 40 bar ergeben sich folgende Werte:

  • k1 = 2,5 · bD
  • k0KD = 22 MPa · bD
  • k0KDϑ = 120 MPa · bD temperature ϑ = 230 °C

Falls es im Einzelfall erforderlich ist, wird eine eigene Umrechnung von EN 13555 Werten empfohlen.

Die Verwendung der pauschalen Werte aus Tabelle 1 im AD 2000-Merkblatt B 7(5) wird nicht generell empfohlen. Im Einzelfall mögen diese jedoch durchaus anwendbar sein.depending on the given situation.

Es ist ansonsten zu bemerken, dass bereits 1997 die zitierten Normen DIN 2690 bis DIN 2692 durch EN 1514-1 ersetzt wurden.

(1)Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter: AD 2000-Merkblatt B 7, Berechnung von Druckbehältern, Schrauben, Seite 4, 7.1.2.4, April 2015
(2)Verein Deutscher Ingenieure e. V.: VDI 2200, Dichte Flanschverbindungen: Auswahl, Auslegung, Gestaltung und Montage von verschraubten Flanschverbindungen, Seite 36, Tabelle 9, Juni 2007
(3)Verein Deutscher Ingenieure e. V.: VDI 2290, Emissionsminderung - Kennwerte für dichte Flanschverbindungen, Seite 8, Juni 2012
(4)Bitte beachten Sie, dass der Faktor m = QSmin / p aus der DIN V 2505 stammt, welche durch die EN 1591-1 ersetzt wurde. In dieser wird m jedoch nicht mehr verwendet.
(5)Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter: AD 2000-Merkblatt B 7, Berechnung von Druckbehältern, Schrauben, Seite 6, Tabelle 1, April 2015

Zulassungen & Zertifizierungen

TA-Luft Prüfung

Für die TA-Luft1 Prüfung wird die Dichtung in einen DN 40 Stahlflansch, normalerweise mit einer Flächenpressung von 30 MPa, montiert. Der Flansch wird dann für mindestens 48 Stunden einer festgelegten Temperatur ausgesetzt. Nach dem Abkühlen wird die Leckagerate während eines Zeitraums von mindestens 24 Stunden gemessen. Der Prüfdruck beträgt 1 bar Helium.

Die endgültige Leckagerate nach einer Testdauer von 24 Stunden muss unter 10–4 mbar*l/(s*m) liegen, damit sich die Dichtung gemäß TA-Luft qualifiziert.

TA-Luft Zertifikate stehen für die Dicken 3 mm und 6 mm zur Verfügung.

1Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft), Gemeinsames Ministerialblatt, 30. Juli 2012.

Sauerstoffeinsatz (BAM)

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) testet die Eignung des Dichtmaterials für den Einsatz in Flanschverbindungen mit flüssigem und gasförmigem Sauerstoff. Ergänzende Informationen zum Prüfverfahren und Ergebnis finden Sie im nachfolgenden Prüfbericht. Bitte beachten Sie, dass der Test ohne Klebeleiste durchgeführt wurde.

Auslaugbares Fluorid und Chlorid

Dieser Test analysiert auslaugbare, wasserlösliche Fluorid- und Chloridionen, die zur Korrosion von Flanschen führen können. Die Muster werden für 24 Stunden in ca. 95 °C heißem, demineralisiertem Wasser ausgelaugt. Falls diese Tests für Ihre Anwendung erforderlich sind, wenden Sie sich für weitere Informationen bitte an Gore.

Sicherheitsinformation

GORE® Dichtungsprodukte erfüllen die Definition eines Artikels, daher ist ein Materialsicherheitsdatenblatt (MSDS) bzw. ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) nicht erforderlich. Wir stellen Ihnen jedoch gerne ein Produktsicherheitsdatenblatt zur Verfügung, das Sie genauer über den Bestimmungszweck unserer Artikel und den richtigen Umgang mit ihnen informiert.

QM-System

Das QM-System von Gore Dichtungstechnik ist nach ISO 9001 zertifiziert.

Infothek

DIESES PRODUKT EIGNET SICH NUR FÜR DEN EINSATZ IN INDUSTRIELLEN ANWENDUNGEN

und ist nicht für die Herstellung, Verarbeitung oder Verpackung von Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetik- oder Medizinprodukten bestimmt.